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Technik online oder offline kaufen?

Ich muss zugeben, dass Technik-Krams bis auf wenige Ausnahmen so ziemlich das Einzige ist, was ich online kaufe.

Bei allen anderen Dingen suche ich normalerweise den lokalen Dealer um die Ecke auf.

Lebensmittel z.B. müssen bei mir frisch sein und ich entscheide mich dabei gerne spontan. Kleidung ist meiner komischen Figur so eine Sache – da muss ich einfach anprobieren. Bei Möbeln messe ich gerne am Ausstellungsstück noch einmal nach. Usw.

Warum Technik online kaufen?

Zum einen wohne ich sehr ländlich und Technik-Dealer oder gar Flächenmärkte wie MM sind hier sehr sehr rar gesät.

Andererseits bin/war ich so ein kleiner Technik-Händler und ich muss sagen: die Preise sind einfach nur kaputt, da verdient nur noch der Hersteller oder maximal der Großhändler einen erwähnenswerten Anteil.

Es soll ja sogar Hersteller/Großhändler geben, die entweder selber oder über Tochter- Schwester- oder Partnergesellschaften direkt im eigenen Onlineshop, aber auch auf Amazon, Ebay & Co. verkaufen – und das zu Preisen, die ich als kleiner Händler nicht einmal als Einkaufspreis bekomme.

Mittlerweile ist es sogar so, dass ich lieber über die großen Endkundenshops im Netz Waren für Kunden bestelle und so auch noch in den Genuss der vollen gesetzliche Gewährleistung komme, die mir als gewerblicher Kunde von Herstellern und Großhandel eher verwehrt bleibt.

Da kommen dann ein paar Euro Aufschlag drauf und gut ist. Das sind übrigens die berühmten 5,- oder 10,- EUR mehr, die der lokale Händler teurer ist.

Und solange man keine 6- oder 7-stelligen Umsätze/pro Jahr beim Großhandel generiert, sind auch keine besseren Preise drin.

Waren aus dem Technik-Bereich zu Verkaufen ist einfach nur Arbeit und Geld tauschen. Es ist eher lästig als gewinnbringend.

Und ich bin da kein Einzelfall, ich kenne ein paar Händler, die genauso verfahren.

Warum soll ich also einem lokalen Händler lästige Arbeit bescheren, wenn ich die Dinge selber genauso gut online bei Amazon & Co. ordern kann?

Und wenn ich mehr Geld ausgeben will, kann ich immer noch selber beim Großhandel bestellen. Wobei es sein kann, dass ich die Ware nicht einmal zeitnah bekommen kann (manchmal auch gar nicht), weil diese für Aktionen von Flächenmärkten geblockt sind.

Der einzige Vorteil eines kleinen Händlers vor Ort liegt evtl. noch in der Beratung (dich ich persönlich nicht benötige) und natürlich in seinem Dienstleistungsangebot – und dafür bezahle ich dann auch gerne.

Wenn ihr also das nächste Mal Amazon boykottieren wollt und beim kleinen Händler um die Ecke ein paar Euro mehr ausgebt, überlegt mal, ob die Dinge nicht evtl. doch von Amazon & Co. kommen könnten.

Jetzt hoffe ich nur, dass mir meine Erfahrungen widerlegt werden und mir mal jemand erklärt, wie ich als kleiner Händler zu konkurrenzfähigen Verkaufspreisen komme und noch etwas daran verdiene.

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